Ein DJK-Sieg für den Saisonendspurt ?
Volleyball, Regionalliga: Carmen Feistritzer kann am Samstag nicht auf alle zählen
 
Zum Saisonendspurt wird so langsam in der Regionalliga Süd geblasen, wenn am Samstagabend ab 19.30 Uhr die Volleyballerinnen der DJK Schwäbisch Gmünd in der Straßdorfer Römersporthalle den VfB Ulm empfangen. Hochinteressant ist der Spieltag für den weiteren Tabellenverlauf, da in den Partien Stuttgart-Freiburg und Villingen-SSV Ulm vier der fünf Spitzenteams unter sich sind.
 
Carmen Feistritzer kann gegenwärtig personell nur selten aus dem Vollen schöpfen. In dieser Partie muss sie auf Mannschaftsführerin Sabrina Höger verzichten, wie zuletzt Ellen Schneider und Julia Hartwich aus beruflichen Gründen aussetzen mussten. Auch im Training war das Team nicht immer komplett. So verhinderte Lisa Federsels Sportstudium in den letzten Wochen immer wieder einen Trainingsbesuch. Eine gezielte Vorbereitung auf das Spiel am Samstag ist deshalb nur beschränkt möglich.
Doch der VfB Ulm stellt nicht gerade den großen Stolperstein der Liga dar. Mit 10:16 Punkten auf Platz sieben rangierend gehört der VfB zwar nicht zu den Teams, die im absoluten Tabellensumpf waten, wartet aber nur selten mit positiven Ergebnissen auf. Ein Ulmer Vorteil ist die Erfahrung. Denn die Mannschaft Ulms ist von älteren Spielerinnen geprägt. Herausragende Akteurinnen gibt es keine, das Leistungsgefälle ist innerhalb des Teams nicht groß. Vor allem interessant ist, dass der VfB vier seiner fünf Siege in der Fremde feiern konnte, zuhause aber erst einmal jubeln durfte.

So weiß auch die DJK nicht, was sie am Samstag genau erwartet. Sicher ist, dass das Team von Carmen Feistritzer auch mit einem nicht optimalen Kader in der Favoritenrolle ist und einen erfolgreichen Start in die Heimspieltage markieren könnte. Da das Spiel kommende Woche gegen Mannheim nach Gmünd verlegt wurde, blickt die DJK nunmehr auf drei Heimspiele in Folge. Mit Siegen könnte die DJK ihre Vormachtstellung im oberen Mittelfeld der Volleyball-Regionalliga beträchtlich untermauern. Der Weg nach weiter vorne scheint zu weit, denn Ligaprimus TV Villingen und Verfolger Allianz Stuttgart haben sich einen Vorsprung auf den Rest der Liga erspielt. Doch der DJK tut es ohnehin besser, zunächst von Spiel zu Spiel zu denken und vor allem auf sich selbst zu schauen und mögliche Fehlerquellen zu reduzieren, so dass man sich am Wochenende nicht selbst schlägt. Einen erfolgreichen Anfang will das Team zunächst dann am Samstag hinlegen.

 



Allianz II kommt zum Schlagerspiel
Volleyball, Regionalliga: DJK-Damen stehen am Samstag vor einer schwierigen Aufgaben
 
(wf) Ein Spieltag der Verfolgerduelle steht in der Regionalliga auf dem Programm. Mit dabei die Volleyballerinnen der DJK Schwäbisch Gmünd, die am Samstag um 19.30 Uhr in der Straßdorfer Römersporthalle die Allianz Volley Stuttgart II zur Begegnung Vierter gegen Zweiter empfangen. Revanche ist dabei angesagt, denn das Hinspiel hatte die Truppe von Carmen Feistritzer glatt verloren.
 
„Überfordert“, „Lehrgeld“, „vorgeführt“ – diese Schlagworte umschrieben den desolaten Auftritt der DJK beim Hinspiel in der Vaihinger Hegelhalle. Gerade einmal 58 Minuten hatten die Mädels von Allianz-Coach Daniel Riedel gebraucht, um die Gäste, mit dem Fan-Anhang im Gepäck, per 3:0-Sieg geradewegs wieder auf die Heimfahrt zu schicken. Ein wenig Pech, eine Menge Unvermögen auf DJK-Seite und geballte Klasse auf Seiten der Stuttgarterinnen sorgten für ein ganz klares Ergebnis: 18:25, 14:25, 13:25. Klar war das Team aus der Landeshauptstadt vorneweg zu den stärksten Teams der Liga gerechnet worden. Doch solch eine Lehrstunde übertraf alle Erwartungen und zerstörte die Hoffnung auf einen Überraschungs-Coup, war die DJK Gmünd bis dahin doch ungeschlagen geblieben und hatte zudem auch noch Aufstiegsaspirant TV Villingen eine Niederlage zugefügt.

Stuttgart, das sogar auf Spielerinnen mit Erst- und Zweitligaerfahrung in seinem Kader zurückgreifen kann, hatte bis dahin nicht gerade einen seinen Ambitionen entsprechenden Saisonstart hingelegt. 4:4 Punkte lagen auf dem Punktekonto, weil Villingen und der SSV Ulm den Allianz-Mädels ein Bein stellen konnten – eindeutig zu wenig. Doch die herausragende Vorstellung gegen die DJK, das bis dahin wohl beste Saisonspiel, legte bei den Riedel-Schützlingen den Schalter auf Vollgas um. Sie eilten von Sieg zu Sieg, einzig der TV Villingen vermochte die Allianz bisher – das zweite Mal – zu besiegen. Das Rennen um den Aufstieg ist mittlerweile eher aussichtslos, doch die Stuttgarterinnen haben ihren Platz in der Liga gefunden: nämlich weit oben.

Von allzu großer Kühnheit, wie vielleicht noch vor dem Hinspiel, ist der DJK daher vor dem erneuten Aufeinandertreffen, sei es auch vor heimischem Publikum, eher abzuraten. „Zwei Punkte gegen den Abstieg“, so Trainerin Carmen Feistritzer, erspielte sich die DJK am vergangenen Wochenende gegen den FV Tübinger Modell. Die Perspektive ist nun eine ganz andere. Und es ist bereits klar: Die Allianz stellt eine ganz harte Nuss dar. Und die DJK muss auf der Suche nach dem passenden Werkzeug im eigenen Kasten suchen. Unbedingter Einsatz und fester Siegeswille müssen schon einmal parat gelegt werden, um für die Allianz den Spielverderber spielen zu können.

Die beste Position nimmt an diesem Spieltag der unangefochtene Spitzenreiter TV Villingen ein, der gegen den VfB Ulm klarer Favorit ist. Durch das Aufeinandertreffen der nächsten Verfolger, auch mit der Begegnung SSV Ulm – VSG Mannheim/Käfertal, knöpfen diese sich zwangsläufig untereinander die Punkte ab.

 



Spitzenspiel gegen Freiburg
DJK-Volleyballerinnen treffen am Sonntag um 14.30 Uhr in Strassdorf auf den Tabellennachbarn

 

(wf) Ein Spieltag der Spitzenspiele steht am Wochenende zum Rückrundenauftakt auf dem Programm der Regionalliga. Dabei mittendrin die Volleyballerinnen der DJK Schwäbisch Gmünd, die am Sonntag um 14.30 Uhr in der Straßdorfer Römersporthalle den Tabellennachbarn FT Freiburg empfangen.

 

Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Truppe von Carmen Feistritzer nach dem Ende der Vorrunde einen glänzenden dritten Platz einnimmt und dies bei 12:6 Punkten und 21:15 Sätzen genau punkt- und satzgleich mit dem Gegner vom Sonntag, dem FT Freiburg. Das Topspiel Nummer eins geht am Samstagabend in Villingen über die Bühne, wenn der Tabellenführer die Allianz Volley Stuttgart II vor sicherlich wieder über 1 000 Zuschauern empfangen wird. Dabei haben die Villinger Verantwortlichen im Vorfeld dieser Partie ihre Saisonziele konkretisiert. Man geht jetzt schon von der Meisterschaft aus und hat sich für das Qualifikationsturnier gegen die anderen Regionalligameister, das zum Aufstieg in die zweite Liga entscheidet, beworben.

Etwas andere Gedanken macht man sich im Gmünder Lager. Man will sich auf dem Niveau der Hinrunde stabilisieren und dabei die Bilanz der Heimspiele als Basis nehmen. Zuhause ist das DJK-Team noch ungeschlagen. Dies trifft auch auf das Testspiel gegen Allianz II am vergangenen Freitag zu, denn man trennte sich mit einem gütlichen 2:2 Unentschieden – beide Teams zeigten in dem auf vier Sätze angesetzten Test schon richtig ansprechende Leistungen.
 

Eine völlig unbekannte Komponente kommt für Gmünds Trainerin natürlich durch den heute Abend stattfindenden Sportlerball hinzu. Nicht etwa, dass sich ihre Spielerinnen auf dem Tanzparkett zu sehr verausgaben könnten, sondern weil das Ergebnis bei der Wahl „Mannschaft des Jahres“ immer jeden interessiert: „Wir sind ganz relaxed und lassen uns einfach überraschen.“

Ganz anders wird man dann am Sonntag die Partie mit dem FT Freiburg angehen. Die Gäste aus dem Breisgau, die vor zwei Jahren noch der zweiten Liga angehörten, haben im Hinspiel beim hart umkämpften 3:2 Erfolg die anderthalb Jahre andauernde Gmünder Siegesserie geknackt. Also ist für Sonntag natürlich Revanche angesagt und dies mit hoffentlich vielen Fans im Rücken. „Wir müssen die zwei enorm starken Freiburger Angreiferinnen in den Griff kriegen, dann haben wir absolut eine Siegeschance“, gibt Carmen Feistritzer die eigentlich einfache Taktik vor und muss ihr in Bestbesetzung antretendes Team sicherlich nicht extra motivieren.

 


 

DJK-Testspiel gegen Allianz II
Die Weihnachtspause ist vorbei, die Volleyballerinnen der DJK Schwäbisch Gmünd steigen gleich wieder voll ein. Die erste Trainingswoche im neuen Jahr wird mit einem Testspiel gegen Allianz Volley Stuttgart II abgeschlossen. Gespielt wird am heutigen Freitagabend um 18 Uhr in der Straßdorfer Römersporthalle. Beide Teams müssen sich auch schnell wieder in Form bringen, denn der Rückrundenauftakt der Regionalliga in gut einer Woche hat es in sich. Die DJK empfängt den Tabellennachbarn aus Freiburg und Allianz II gastiert beim Spitzenreiter TV Villingen.

 



Ein ärgerlicher DJK-Ausrutscher ohne Folgen
Trotz der 1:3 Niederlage von Mannheim sind die Gmünderinnen Dritte zur Winterpause 

Mannheim 12.12.2009 (wf) - Dem glanzvollen Auftritt von Ulm folgte jetzt der unnötige Fehltritt von Mannheim – die Volleyballerinnen der DJK Schwäbisch Gmünd stellten sich im Aufsteigerduell bei der VSG Mannheim-Käfertal mit einer 1:3 Niederlage selbst ein Bein. Paradoxe Auswirkungen hatte dies auf die Tabelle der Regionalliga. Die Gmünderinnen rutschten wegen des besseren Satzverhältnisses auf Rang drei hoch, da Freiburg im Spitzenspiel beim TV Villingen mit 0:3 den Kürzeren zog. 

Die Lage zum neunten Spieltag und damit zur Halbzeit der Saison lässt keine Zweifel mehr aufkommen. Auch an der Tabellenspitze hat sich jetzt die Spreu vom Weizen getrennt, Ligakrösus TV Villingen, der sich schon wieder mit einer Ex-Zweitligaspielerin verstärkt hat, gibt eindeutig den Ton an. Der Top-Meisterschaftsfavorit aus dem Schwarzwald hat nach der  Gmünder 2:3 Niederlage von Anfang Oktober keine Schwächen mehr gezeigt, alle restlichen Begegnungen gewonnen und sich ein gewisses Polster auf den hartnäckigsten Verfolger Allianz Volley Stuttgart II verschafft. Dahinter folgt in der Tabelle schon die DJK Gmünd, die durch ihre 12:6 Zähler mit einer respektablen Bilanz in die Winterpause gehen kann und so renommierte Regionalligamannschaften wie den FT Freiburg oder den ehemaligen deutschen Meister, den SSV Ulm, hinter sich lassen konnte.

D
ass aber die Feistritzer-Truppe nicht immer wie ein Spitzenteam auftritt, mussten die mitgereisten Fans am Samstagabend beim Gastspiel in Mannheim erfahren. Hier zahlte man das Lehrgeld eines Aufsteigers in fremder Umgebung. Während man in der vergangenen Saison beim niederlagenfreien Triumphzug durch die Oberliga wegen der spielerischen Überlegenheit immer irgendwann oder irgendwie den Kopf aus der Schlinge ziehen konnte, zeigte die Statistik des ersten Satzes von Mannheim die alte schmerzvoll zu erfahrene Weisheit auf: Im Volleyball kann man sich durch eine zu hohe Eigenfehlerquote ganz einfach auch selbst besiegen. Acht Aufschläge und fünf Schmetterbälle wurden ins Aus befördert und dreimal bei der Ballannahme geschludert. Fast zwei Drittel der Mannheimer Punkte bei deren 25:20 Satzgewinn machten die Gäste selber!

Die anfangs nicht überzeugend auftretenden Gastgeberinnen konnten ihr Glück kaum fassen. Sichere, aber auch genügend druckvolle Aufschläge wie Schmetterbälle reichten aus, um die wenig inspirierten wie auch passiv wirkenden DJKlerinnen in Angst und Schrecken zu versetzen. Eine präzise Aufschlagsannahme an das Netz war nur selten zu sehen und wenn, dann war der Angriffsaufbau einfach zu durchschaubar. Da hatte auch die Einwechslung der Spieltrainerin auf der Stellerposition nach wenigen Minuten keine Wirkung mehr – Mannheim zog auf 17:8 davon und brachte den Satz nach einem kurzen DJK-Aufbäumen locker mit 25:22 unter Dach und Fach.

Was von Gmünds Spielertrainerin Feistritzer als „Arbeitsverweigerung in den ersten beiden Sätzen“ oder als „gedanklich abwesender Höhenflug in Richtung meisterschaftsbringenden Tabellenregionen“ nach Spielende bezeichnet wurde, sah der gegnerische Trainer natürlich komplett anders: „Wir hatten zuletzt nach drei Heimniederlagen in Folge einiges gut zu machen und wollten unbedingt gewinnen. Wir haben an diesem Tag einfach mehr in die Waagschale geworfen.“ Da hatte Daniel Kraft bis auf den dritten Durchgang, den sich die Gmünderinnen in gewohnter Manier durch die überlegene Netzhoheit über außen oder durch die Mitte mit 25:21 holten, einfach Recht.

Denn richtige Kampfbereitschaft war bei der DJK im vierten Satz nur bis zum 7:7 zu erkennen. Dann drängte Mannheim gegen ein immer mehr resignierendes Gmünder Lager auf die Entscheidung und wusste mit einer klug eingestellten Blockarbeit laufend eine Antwort auf die zerfahrenen und unsicher wirkenden Gmünder Angriffsbemühungen. Den 18:11 Rückstand verkürzten die DJKlerinnen zwar noch einmal um vier Zähler, gingen dann aber in einer erschreckend schwachen Schlussphase, in der spielerisch wie taktisch das vorhandene Potential nicht ausgeschöpft wurde, mit 25:15 unter. Das von der DJK leichtfertig produzierte 3:1 Gastgeschenk an Mannheim bestätigte Trainerin Carmen Feistritzer in ihrer Ansicht, „dass diese Regionalligasaison gewiss kein Selbstläufer ist, wir aber mit 12:6 Punkten zufrieden in die Weihnachtspause gehen können“.

DJK Gmünd: Buchner, Denzinger, Federsel, Feistritzer, Hartwich, Höger, Merinsky, Rößler, Tischer.




DJK Gmünd lässt dem VfB Ulm keine Chance
Mit dem 3:0 Auswärtserfolg setzt sich die Feistritzer-Truppe an der Tabellenspitze fest

Ulm 5.12.2009 - (wf) Voll in die von den Fans euphorisch gefeierte Erfolgsspur zurückgekehrt sind die Volleyballerinnen der DJK Schwäbisch Gmünd. Beim VfB Ulm landete die Truppe von Trainerin Carmen Feistritzer einen glanzvollen 3:0 Triumph und gehört mit 12:4 Punkten zu den Spitzenteams der Regionalliga Süd. Der Aufsteiger scheint seiner Zeit voraus zu sein und das Saisonziel Klassenerhalt vorschnell in die Tat umzusetzen.

Was sich schon durch den letzten Heimsieg gegen den TSV Burladingen angedeutet hatte, wurde beim für den weiteren Saisonverlauf richtungsweisenden Gastspiel in Ulm deutlich. Die DJK-Aktien sind an der Regionalligabörse voll im Steigflug und dies nach zwei Abstürzen, die man in den beiden letzten Auswärtsaufgaben in Stuttgart und Freiburg hinnehmen musste. Das Feistritzer Team ist nach dem deutlichen Ulmer 3:0 voll in Richtung Jahresendrallye unterwegs und bewegt sich in schwindelerregenden Tabellenhöhen, die zu Saisonbeginn wohl niemand im DJK-Lager auf der Rechnung hatte. Es sind momentan historische Höchststände, die diese DJKlerinnen realisieren, denn noch nie war ein weibliches DJK-Team kurz vor der Hälfte der Saison in der Tabelle von Deutschlands dritthöchster Spielklasse so hoch notiert.

D
ie Mannschaft legte in der Ulmer Eselsberghalle einen absolut souveränen Auftritt hin. Da ließ man sich auch nicht vom VfB-Strohfeuer zu Beginn des ersten Satzes verunsichern. Mit 8:4 lagen die Gastgeberinnen in Front, hatten aber danach nicht die DJK-Außenangreiferin Bianka Rößler auf der Rechnung, die sich von da an als eifrige Punktesammlerin präsentierte. Ab dem 11:11 sorgten die Ulmerinnen in Sachen Aufschlagsfehler und unnötigen Netzberührungen dafür, dass die Gäste auf 20:15 davonziehen konnten. Der 25:20 Satzgewinn wurde bei den DJKlerinnen als vollauf gelungener Auftakt verzeichnet bzw. abgehakt.

„Heute sind wir einfach genial aufgetreten“, lobte die etwas grippekranke DJK-Trainerin ihr Team und schonte dabei mit diesem Kurzstatement ihre angeschlagene Stimme. Die Gmünderinnen entwickelten über ihre brandgefährlichen Aufschläge einfach zu viel Druck für die Ulmerinnen, die ihre Stärken wie Abwehrverhalten und Kampfgeist kaum entwickeln konnten. Dazu schafften Lisa Federsel viele hartgeschlagene und Lisa Denzinger viele entscheidende Schmetterbälle, die eine sichere Gmünder Führung ergaben. Es lief einfach glänzend. Ulm schien beim 15:10 und später nach dem 20:16 schon zu resignieren, kam aber durch einen DJK-Blackout in der Aufschlagsannahme zum 21:21 Ausgleich. Aber mehr ging für die Ulmerinnen nicht, denn selbst nach dem 23:23  blieben die Gmünderinnen nervenstark und holten sich mit 26:24 die vorentscheidende 2:0 Führung.

Jetzt war das von Barbara Merinsky inspirierte DJK-Angriffsspiel auch über die Netzmitte durch Julia Hartwich und Sabrina Höger erfolgreich. Der dritte Abschnitt entpuppte sich zu einem lockeren Selbstläufer für die Gäste, denn aus der 15:10 Führung wurde ein 25:16 Satzerfolg gemacht, der durch den klaren

 



Hoppla – DJK verliert glatt mit 0:3
Allianz II war einfach zu stark/ Gmünd zahlte gewaltig Lehrgeld

Stuttgart 14.11.09 - (wf) Meisterschaftsaspirant Allianz Volley Stuttgart II nimmt gehörig Fahrt auf. Dies bekamen am Samstagnachmittag die Volleyballerinnen der DJK Schwäbisch Gmünd im Verfolgerduell der Regionalliga ganz schön zu spüren. Die Feistritzer-Truppe hatte bei der 0:3 Niederlage überhaupt keine Chance und liegt jetzt auf Tabellenplatz fünf.

„Abhaken und ganz schnell vergessen“, war die einhellige Meinung des DJK-Anhangs nach dem Ende eines Derbys in der Vaihinger Hegelhalle, das nach 58 Minuten schon vorbei war. Und dabei hatte man sich im Gmünder Lager soviel vorgenommen, um sich für die 0:3 Schlappe vom württembergischen Pokalfinale zu revanchieren. Aber bei den Gastgeberinnen merkte man einfach, dass die Stuttgarterinnen einen glänzend besetzten Kader haben, der mit vier Spielerinnen gespickt ist, die schon Erst- oder Zweitligaerfahrung hinter sich haben. Die DJK-Truppe konnte anstellen, was sie wollte, die Gegnerinnen waren vor allem gedanklich immer einen Schritt voraus.

Dabei hatte es vom Ergebnis in der Abtastphase des ersten Satzes gar nicht so schlecht für die DJKlerinnen ausgesehen, nach zehn Minuten hieß es 8:8. Aber dann brach es über die Feistritzer-Schützlinge herein. Zwei eigene unglückliche Aktionen und ein Stuttgarter Block, der ab sofort stand wie eine Mauer. Der sonst so schlagkräftige Gmünder Angriff wurde entzaubert, der Aufsteiger aus der Oberliga zahlte mit seinem zu durchschaubaren Spielaufbau ganz gewaltig Lehrgeld. Die Gastgeberinnen ließen sich nicht zweimal bitten und bauten ihre Führung von 16:11 zum 25:18 Satzgewinn aus.

Allianz-Trainer Daniel Riedl freute sich, dass sein Team das ausgeklügelte Konzept clever umgesetzt hatte: „Heute haben wir endlich gezeigt, was wir so drauf haben und dies von der ersten bis zur letzten Minute. Unsere gefährlichen Aufschläge haben Wirkung gezeigt und unser äußerst variabler Angriff war richtig erfolgreich.“ Mit viermaligem Training unter der Woche hatte der ausgefuchste Coach seine Mannschaft, die aus Verletzungsgründen nur eine mäßige Bilanz von 4:4 Zählern aus den ersten vier Spielen geholt hatte, auf das DJK-Spiel eingestimmt.

Allianz blieb im zweiten Durchgang ebenfalls abwehrstark, durchschaute fast immer die DJK-Aktionen und punktete selber mit überkopf gespielten Schnellangriffen, auf diese die Gmünderinnen kein Gegenmittel wussten. Die Folge war eine Stuttgarter 10:2 Führung. Bei der DJK blieb auch weiterhin der Wurm drin, die Gegnerinnen wirkten einfach spritziger und kampfstärker. Ein schnelles 25:14 zeugte davon, dass die Stuttgarterinnen ihr mit Abstand bestes Saisonspiel machten.

Im dritten Satz verlief das Gmünder Spiel weiter nach dem Motto „Hast du kein Glück, kommt meistens auch noch Pech dazu“. Man konnte anfangs zwar die gegnerische Führung (14:10) in Schach halten, wurde dann aber von sich in einen wahren Spielrausch hineinsteigernden Stuttgarterinnen regelrecht abgezockt, dass die DJK-Trainerin angesichts des 25:13 Satzverlustes genauso fassungslos war wie ihr Team: „Ich sage heute am besten gar nichts.“ Dies übernahm nach Spielende der früher für die DJK Aalen spielende gegnerische Coach, der den Ostälblern Trost spendete: „Die DJK Gmünd wird in der Tabelle sicher mit vorne landen, lasst vor allem nach dieser zweiten Niederlage in sechs Spielen keinen Stress aufkommen. Ihr seid doch mit dieser Quote bisher ein guter Aufsteiger.“

Anschauungsunterricht pur erhielten die Gmünderinnen zwei Stunden später, als im Spitzenspiel der ersten Bundesliga der Schweriner SC es vormachte wie man bei Allianz Volley Stuttgart gewinnt. Der aktuelle deutsche Meister behielt glatt mit 3:0 Sätzen die Oberhand über das Aushängeschild des württembergischen Volleyballs.

DJK Gmünd: Denzinger, Federsel, Feistritzer, Hartwich, Höger, Mahler, Merinsky, Schneider, Tischer.

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